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PoWi-LK-Beitrag zur Gedenkveranstaltung am 09. November 2025

14/11/2025

Am 9. November nahm der Politik und Wirtschaft Leistungskurs der Q3 unter der Leitung von Herrn Willmann an der städtischen Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht in Groß-Umstadt teil. Diese jährliche Veranstaltung erinnert an die schrecklichen Ereignisse des 9. November 1938, an den jüdischen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Opfer von Gewalt, Zerstörung und Entrechtung wurden. Im Rahmen des Gedenkrundgangs übernahm unser Kurs eine eigene Station und gestaltete einen inhaltlichen Beitrag zum Thema „Antisemitismus und Israelkritik“. Ziel war es, die historische Erinnerung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu verbinden und die Bedeutung von Zivilcourage und demokratischer Verantwortung hervorzuheben. 

In der Vorbereitung setzten wir uns mit verschiedenen Aspekten auseinander, die verdeutlichen, wie präsent und gefährlich Antisemitismus und gesellschaftliche Spaltung auch heute noch sind. Dabei beschäftigten wir uns mit aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus, den Mechanismen von Verharmlosung und Verleugnung, der Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung, den Grenzen der Meinungsfreiheit und der schwierigen Abgrenzung zwischen legitimer Kritik am Staat Israel und antisemitischen Denkmustern. Auch das Prinzip der wehrhaften Demokratie, also die Fähigkeit unseres demokratischen Rechtsstaats, sich gegen Feinde der Freiheit zu schützen, spielte eine zentrale Rolle in unseren Überlegungen. 

Während der Gedenkveranstaltung trugen wir unsere Ergebnisse an der Unteren Marktstraße vor. Unser Anliegen war es, zu zeigen, dass Erinnerung nicht nur ein Rückblick ist, sondern auch eine Verpflichtung für die Gegenwart: Haltung zu zeigen gegen Hass, Hetze und Ausgrenzung und sich aktiv für die Werte von Toleranz, Respekt und Solidarität einzusetzen. Insgesamt nahmen rund 170 Personen an der Veranstaltung teil – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, des Max-Plank-Gymnasiums, der Kirchen, verschiedener Vereine sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Dieses große Interesse war ein starkes Zeichen des gemeinsamen Erinnerns und machte deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihren Lehren auch heute viele Menschen bewegt. 

Wir sind dankbar, dass wir als Kurs die Möglichkeit hatten, Teil dieser wichtigen Veranstaltung zu sein, und hoffen, durch unseren Beitrag ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Gleichgültigkeit gesetzt zu haben. 

Text: Letizia Mallevadore (PoWi-LK Q3)